Auf nach Rom
Drei Tage Sonnenschein in Rom statt grauer westfälischer Wolken, sogar eine Mittagspause im strahlenden Schein der Februarsonne war möglich ? aber nicht nur deswegen waren 31 Schüler der Lateinkurse des Jahrgangs 11 am Kopernikus-Gymnasium Rheine nach Rom gereist.
Unter Leitung von Lateinlehrer Norbert Otten erlebten sie eine knappe, aber umfassende Einführung in die Geschichte der Ewigen Stadt, beginnend mit der Skulptur des Laokoon in den Vatikanischen Museen, der an die legendenhafte Verbindung mit Troja erinnert, auch mit dem Denkmal der Wölfin, die die sagenhaften Stadtgründer Romulus und Remus säugt, nahe der Piazza Venezia. Die Foren mit ihren Ruinenresten erinnerten die Besucher an das religiöse, politische und wirtschaftliche Zentrum der Römischen Republik wie die nahe gelegenen Triumphbögen, das Kolosseum und der Pantheon-Tempel an das Imperium Romanum der Kaiserzeit.
Die Domitilla-Katakomben mit einer der ältesten erhaltenen, noch teilweise unterirdischen Kirche im Südwesten der Weltstadt nahe der alten Via Appia brachten die Schüler dem frühen Christentum näher, die Kirche San Giovanni di Laterano wies auf die hohe Zeit des Papsttums im Mittelalter vor dem großen Schisma hin.
Für den kleinsten Staat der Welt, den Vatikan, war fast ein ganzer Tag eingeplant und so widmeten sich die Kopernikus-Schüler den reichhaltigen Kunstschätzen des vatikanischen Museums, besonders auch der Sixtinischen Kapelle und den berühmten Werken von Michelangelo, bevor sie die lange Zeit größte Kirche der Welt, den Petersdom erkundeten, schließlich von der über 100 Meter hohen Kuppel einen fantastischen Rundblick auf Rom und die Umgebung warfen. Ein zweiter Besuch im Vatikan war der Generalaudienz gewidmet und viele Schüler konnten den Gruß von Papst Benedikt XVI., dem Oberhirten von über einer Milliarde katholischer Christen, aus nächster Nähe erwidern.
Dass die Stadt ein einziges großes Kunstwerk darstellt, zeigte sich zum Beispiel in den vielen Treppen- und Brunnenanlagen, so an der Spanischen Treppe und der nahe gelegenen Fontana di Trevi, wo sich die Schüler aus Rheine auch unter jungen Leuten aus der ganzen Welt wiederfanden.
Die begleitenden Lehrer freuten sich besonders darüber, dass sich die Mädchen und Jungen aus Rheine nicht nur führen ließen, sondern mit zahlreichen eigenen Beiträgen an der Erkundung der Stadt beteiligten und sich auch durch die ungewohnt langen Fußwege ? über 2000 Treppenstufen waren zu besteigen - und den zuweilen chaotisch erscheinenden öffentlichen Nachverkehr nicht von ihren Zielen ablenken ließen. Wer hat schon die Chance, in knapp drei Tagen ? bei strahlendem Februarsonnenschein - so vielfältige Eindrücke der Stadt am Tiber vermittelt zu bekommen ?
