Am vergangenen Samstag war es so weit. Nach einem guten Jahr Trainieren und Üben in den Niko-AGs des Kopernikus Gymnasiums unter Leitung von Stefan Günnigmann nahm die Schach-AG zum ersten Mal an einem offiziellen Schachturnier teil. In Heiden galt es als Vierer-Team gegen die besten Schulmannschaften des Münsterlandes zu bestehen. Dabei spielten jeder der vier Mannschaftsmitglieder Thilo Koschinsky, Hugo Vasarins, Frederik Mewes und Emma Mense je eine Partie gegen einen Schüler einer gegnerischen Mannschaft. Pro Sieg gab es einen Punkt, so dass man mit 3 Einzelsiegen als Team gewinnen konnte.

Ungewohnt für die Schülerinnen und Schüler des Kopernikus-Gymnasiums war mit Sicherheit, dass zum ersten Mal mit einer fest vorgegebenen Bedenkzeit gespielt werden musste. So hatten die SchülerInnen 13 Minuten Bedenkzeit pro Partie mit 2 Zusatzsekunden pro durchgeführten Zug. Da das Kopi noch nicht über Schachuhren verfügt, war dies in der AG schwer zu üben.

Direkt zu Turnierbeginn starteten die Kopernikaner direkt gegen einen der Turnierfavoriten: Das Gymnasium Remigianum aus Borken spielte unter anderem mit dem aktuellen NRW-Meister und 13. dem deutschen Rangliste der U12-Spieler. Trotzdem konnte direkt ein 3:1 Sieg verbucht werden. Nachdem auch die zweite Partie mit einem ungefährdeten 4:0 gestaltet werden konnte, wuchs die Euphorie. Die Bedenken, beim ersten Turnier ordentlich Lehrgeld bezahlen zu müssen, erwiesen sich als unbegründet.

Im Laufe des Tages entwickelten sich weitere knappe Spiele, bei denen teilweise noch deutlich wurde, dass mit mehr Erfahrung noch der ein oder andere Punkt mehr möglich gewesen. Insgesamt landete das Team vom Kopi aber mit 3 Siegen, 1 Unentschieden und 3 Niederlagen auf einem sehr guten 5. Platz von acht Mannschaften. Die Qualifikation für das NRW-Finale wurde dabei nur um einen Platz verpasst.

Am späten Nachmittag konnte das Team erschöpft, aber gut zufrieden die Heimreise antreten. Schließlich lagen sieben mal 30 Minuten konzentrierte Schachpartien hinter den Schülern. Ein Training, das sich auch im schulischen Alltag als vorteilhaft erweisen kann.