Schulpartnerschaft mit Corinto-Nicaragua

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Schulpartnerschaft mit Corinto-Nicaragua2018-10-22T11:23:18+00:00

Seit dem Jahr 2006 verbindet das Kopernikus-Gymnasium partnerschaftliche Kontakte mit dem Pfarrgymnasium Instituto Parroquial Pbro.Emilio Santiago Chavarria (IPPESCH) in Nicaragua.

Der damalige Schülersprecher Henrik Plüth hatte in der Schule über das Wirken seines Großonkels Pater Josef Schendel in Corinto berichtet. Nach seiner Priesterweihe war der gebürtige Rheinenser in die Hafenstadt am Pazifik gekommen, um dort geistliche und soziale Dienste zu leisten. Über 40 Jahre lang bis zu seinem Tod 2006 prägte Pater Schendel fortan das soziale Leben in Corinto. So gründete er als eines seiner Projekte 1994 auch das zur Pfarrei gehörende Gymnasium IPPESCH. Im Herbst 2006 fassten die Gremien des Kopernikus-Gymnasiums dann den Beschluss, eine Schulpartnerschaft mit dieser Schule in Nicaragua aufzubauen.

Das überkonfessionell ausgerichtete Pfarrgymnasium IPPESCH ist die einzige nicht-staatliche „Secundaria“  in der Stadt Corinto, d. h. einer Schule von Klasse 7 bis Klasse 11, die von  Schülern nach der Grundschule, der „Priamria“, besucht wird. Corinto ist die bedeutendste Hafenstadt in dem durch eine wechselvolle Geschichte gezeichneten und sehr armen Land in Mittelamerika. Etwa 250 Mädchen und Jungen besuchen derzeit die Schule, um hier nach fünf Schuljahren die Hochschulreife zu erhalten. Mit einer qualifizierten Bildung verbessern die jungen Leute nicht nur ihre Lebenschancen in Nicaragua, sie können dadurch auch zur Entwicklung des Landes konstruktiv beitragen.

Das IPPESCH wird von der Pfarrgemeinde Santo Tomas finanziert, aus den Kassen des Staates gibt es keinerlei Unterstützung. So steht die Schule immer wieder vor erheblichen finanziellen Problemen, etwa bei der Bezahlung der Lehrer und der Anschaffung neuer Bücher. Auch Reparaturen an der Ausstattung und am Gebäude kann die Schule ohne finanzielle Hilfe von außen oft nicht durchführen. Da die Stadt wie das ganze Land durch hohe Arbeitslosigkeit und Armut geprägt ist, fällt es vielen Eltern schwer, das Schulgeld für den Schulbesuch ihrer Kinder aufzubringen. Im Rahmen der Schulpartnerschaft bietet das Kopi regelmäßig eine finanzielle Unterstützung, mit deren Hilfe in den vergangenen Jahren Bücher und Musikinstrumente angeschafft und ein Computerraum eingerichtet werden konnte.

Unterstützung aus dem Kopernikus-Gymnasium

Diese Unterstützung wäre ohne das Engagement der Kopi- Schülerinnen und Schüler nicht möglich. Über verschiedene Aktionen erreichen sie immer wieder finanzielle Hilfen für das IPPESCH: Sie spenden Einnahmen aus Aktionen ihrer Klassen oder strengen sich bei den Bundesjugendspielen nicht nur für Sieger- und Ehrenurkunden an, sondern auch für eine Sponsorenaktion zugunsten der Partnerschule. Mehrere Abiturjahrgänge konnten außerdem Spenden im Rahmen ihrer Abituraktivitäten gewinnen.

Auch aus dem Lehrerkollegium des Kopernikus-Gymnasiums erfährt das IPPESCH finanzielle Unterstützung. So haben etliche Kolleginnen und Kollegen Patenschaften für Schüler des IPPESCH übernommen und sichern so das monatliche Schulgeld für bedürftige Mädchen und Jungen. Auf diese Weise kann auch Kindern armer Eltern über ein Stipendium der Schulbesuch ermöglicht werden.

Die Schulpartnerschaft geht jedoch über die finanzielle Unterstützung hinaus. 2012 kam der erste persönliche Kontakt durch den Besuch einer Lehrkraft in Nicaragua zustande.  Danach entschieden sich Absolventen des Kopernikus-Gymnasiums für längere Aufenthalte in Nicaragua: Miguel Salgado fuhr nach seinem Abitur 2013 für mehrere Monate nach Corinto. Im darauffolgenden Jahr machte Katrin Lueke ihr Abitur und half danach für acht Monate an der Schule aus. Im Jahre 2017 nahm Frau Anke Telgmann eine Auszeit von ihrer Arbeit am Kopernikus-Gymnasium und lebte und arbeitete einige Monate in Corinto und am IPPESCH.

Hier einige ihrer Berichte: